Sicherheit

Wie SchlüsselBot Ihre Daten schützt und wo die Grenzen liegen. Ohne Marketing.

1. Kurz gesagt

Im Browser verschlüsselt, bevor der Inhalt Ihr Gerät verlässt.

Auf den Servern liegt nur das Chiffrat. In der Versandart „Sicherer" steht der Schlüssel hinter dem Rautezeichen der Adresse. Dieser Teil wird vom Browser technisch bedingt nie an einen Server gesendet. In „Einfach" läuft der Schlüssel einmal durch den Edge-Server, wird dort aber weder gespeichert noch protokolliert.

Diese Seite zeigt auch, was SchlüsselBot nicht kann. Ein Sicherheitsversprechen ohne benannte Grenzen gibt es nicht.

Ihr BrowserNachricht und Dateien werden lokal verschlüsselt.
Edge-ServerKoordiniert Zustellung und Zugriff, nicht den Klartext.
Getrennter TresorSpeichert ausschließlich verschlüsselte Daten.
Der Schlüsselweg entscheidet, ob Server-Blindheit technisch erzwungen ist.

2. Die beiden Versandarten: Der Unterschied ist wichtig

 Einfach (voreingestellt)Sicherer
Wer verschickt den Link?Wir, per E-MailSie selbst, per Messenger, Telefon oder im Termin
Wo wird verschlüsselt?In Ihrem BrowserIn Ihrem Browser
Bekommen wir den Schlüssel zu sehen? Er läuft einmal durch unseren Server. Wir speichern und protokollieren ihn nicht. Trotzdem ist es auf diesem Weg technisch möglich, dass wir den Schlüssel lesen. Nein, technisch nie. Der Schlüssel verlässt Ihren Browser nur in Ihre Zwischenablage.
Für wen?Alltag, wenn Bequemlichkeit zählt Mandanten-, Patienten- und Personaldaten; überall dort, wo Vertraulichkeit technisch garantiert sein muss

Wir empfehlen „Einfach", weil es für die meisten Fälle genügt und tatsächlich benutzt wird. Wer einer Verschwiegenheitspflicht unterliegt, sollte „Sicherer" wählen. Dort ist das Mitlesen technisch ausgeschlossen.

3. Empfangs-Postfächer

Ein Postfach ist ein dauerhafter Link, den Sie einmal einrichten und dann weitergeben, zum Beispiel auf Ihrer Website, in der E-Mail-Signatur oder in einer Terminbestätigung. Wer den Link öffnet, kann Ihnen darüber verschlüsselte Nachrichten und Dateien schicken, ohne selbst ein Konto oder eine Software zu brauchen. Für Kanzleien, Steuerberatungen und Praxen ist das der laufende, sichere Belegeingang: Mandanten, Patienten oder Bewerber senden Unterlagen ein, ohne dass diese unverschlüsselt per E-Mail unterwegs sind. Postfächer sind Teil des Pro-Tarifs (und in Business enthalten); im kostenlosen Tarif gibt es sie nicht.

Beim Anlegen wählen Sie eine von fünf Stufen: Einmal-Code per E-Mail, nur den Konto-Passkey, Code plus Passkey, Code plus zweiten Faktor oder eine eigene Passphrase mit echter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Passkey-Varianten verwenden denselben Passkey wie die Anmeldung. Wer keinen Passkey eingerichtet hat oder dessen Gerät WebAuthn nicht unterstützt, kann Code, Authenticator oder eigene Passphrase verwenden.

Mit Business können Sie für die Einsendung zusätzlich durchsuchbare Vorlagen freischalten, etwa für Instagram, WordPress, FTP/SFTP, SSH, E-Mail, Hosting, Datenbank oder API-Zugang. Die Vorlage zeigt der einsendenden Person nur die Angaben, die für den gewählten Zugang normalerweise nötig sind. Diese Werte werden nicht als einzelne Metadaten übertragen, sondern im Browser zu einem Nachrichtenblock zusammengefügt und gemeinsam verschlüsselt. Für einzelne Kunden lassen sich außerdem widerrufbare persönliche Formulare mit vorausgefülltem Namen, E-Mail-Adresse, Einleitung und einer festen Vorlage erzeugen. Die Vorbelegung liegt verschlüsselt in der Kontodatenbank; die URL selbst enthält nur eine zufällige Kennung.

Die folgende Sicherheitsbewertung vergleicht diese fünf Stufen untereinander auf einer Skala von 0 bis 100. Sie zeigt, wie viele voneinander unabhängige Dinge jemand für den Zugriff bräuchte. Das ist SchlüsselBots eigene, nicht extern geprüfte Einschätzung und keine absolute Sicherheitszertifizierung.

StufeZum Öffnen nötigWas ein Angreifer bräuchteVergleich
Code per E-MailEinmal-Code an Ihre AdresseZugriff auf Ihr E-Mail-Postfach60/100
Nur PasskeyIhr Passkey (Face ID, Fingerabdruck oder Geräte-PIN)Ihr entsperrtes Gerät. Ein Passkey lässt sich weder abtippen noch abphishen85/100
Code + PasskeybeidesPostfachzugriff und Ihr entsperrtes Gerät88/100
Code + zweiter FaktorEinmal-Code und TOTP/PasskeyPostfachzugriff und Ihr zweites Gerät90/100
Ende-zu-Ende mit PassphraseIhre PassphraseIhre Passphrase. Ohne sie hilft auch SchlüsselBot nicht98/100

Der Passkey bestätigt Ihre Identität mit WebAuthn/FIDO2; biometrische Merkmale verlassen das Gerät nicht. Er ist kein Verschlüsselungsschlüssel. Nur bei der E2E-Passphrase erzeugt der Browser ein eigenes Schlüsselpaar: Der private Schlüssel wird ausschließlich passphrase-verschlüsselt gespeichert, und ohne die Passphrase kann niemand offene Einsendungen wiederherstellen.

Neue Einsendungen öffnen Sie direkt aus Ihrem angemeldeten Eingang; die frühere Benachrichtigungs-Mail müssen Sie dafür nicht suchen. Bei den vier Stufen ohne E2E-Passphrase liegt das URL-Fragment dafür AES-256-GCM-verschlüsselt auf dem Edge-Server, getrennt vom Chiffrat und nur bis Abruf, Ablauf oder Ausblenden. Der zugehörige root-geschützte Serverschlüssel liegt außerhalb der Datenbank und wird nicht in die Anwendungssicherung aufgenommen. Code, Passkey oder zweiter Faktor werden durch den direkten Knopf nicht umgangen. Nur die E2E-Passphrase schließt eine Kenntnisnahme durch uns technisch vollständig aus.

3a. Die Ausnahme: Klartext über die Programmierschnittstelle

Alles bisher Gesagte gilt für die Website. Über unsere Programmierschnittstelle hat ein Entwickler zusätzlich die Wahl: Er kann selbst verschlüsseln und uns nur das Chiffrat schicken (Feld ciphertext). Oder er übergibt uns den Klartext (Feld message); dann verschlüsseln wir für ihn, und der Inhalt erreicht uns lesbar.

Wir überschreiben ihn unmittelbar danach im Arbeitsspeicher und schreiben ihn nirgends auf die Platte. Aber für diesen einen Vorgang besteht die oben beschriebene Server-Blindheit nicht. Das gehört auf diese Seite, auch wenn es unbequem ist. Wer sie braucht, verschlüsselt selbst. Die Schnittstelle unterstützt beides.

Und auch beim Selbstverschlüsseln gibt es eine Bedingung, die wir hier ausdrücklich nennen: Wer zusätzlich zum ciphertext das Feld fragment mitschickt, übergibt uns damit seinen Schlüssel. Wir benötigen das Fragment, um den fertigen Abruf-Link zu bauen und per E-Mail zuzustellen. Wir speichern und protokollieren den Schlüssel nicht, aber für diesen Versand erreicht er unseren Server, genau wie bei der Versandart „Einfach" auf der Website. Vollständige Server-Blindheit über die Schnittstelle heißt deshalb: ciphertext ohne fragment senden und den Link selbst zustellen.

Über die Website passiert das nie: Dort gibt es keinen Weg, uns Klartext zu übergeben.

4. Aufbau

5. Was SchlüsselBot sehen kann

Nicht die Inhalte. Wohl aber: Empfänger-Adresse, Zeitpunkte, Dateigröße und Abrufstatus. Diese Metadaten liegen bei uns verschlüsselt, aber wir könnten sie entschlüsseln. Wir brauchen die Adresse, um die Benachrichtigung zu verschicken. Für eine Kanzlei kann schon die Empfängerliste ein Mandatsverhältnis verraten. Das gehört gesagt.

6. Was SchlüsselBot nicht kann

7. Für Berufsgeheimnisträger

Zu den Berufsgeheimnisträgern zählen Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Ärzte und Psychotherapeuten. Für sie sind zwei Fragen getrennt zu prüfen: Verarbeitet SchlüsselBot personenbezogene Daten in ihrem Auftrag, ist regelmäßig ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO erforderlich. Werden fremde Geheimnisse einer sonstigen mitwirkenden Person zugänglich, verlangt § 203 Abs. 4 StGB außerdem, für deren Verpflichtung zur Geheimhaltung zu sorgen. Business stellt für beide Fälle die passenden Dokumente bereit; der AVV wird im Konto erzeugt und die Verpflichtungserklärung anschließend dazu abgeschlossen.

Was ist der Unterschied, in einfachen Worten? Der AVV regelt das Verhältnis zwischen Ihnen und SchlüsselBot als Unternehmen und betrifft die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag. Die Verpflichtungserklärung nach § 203 Abs. 4 StGB schützt dagegen ein Berufsgeheimnis und verpflichtet die tatsächlich mitwirkenden Personen zur Geheimhaltung. Ob beide Regelungen im Einzelfall greifen, hängt von Ihrer Rolle und dem konkreten Einsatz ab. Ein AVV ersetzt eine erforderliche Geheimhaltungsverpflichtung nicht; deshalb enthält Business beide Dokumente. Die rechtliche Einordnung des eigenen Einsatzes bleibt beim nutzenden Unternehmen.

Wählen Sie für technisch erzwungene Server-Blindheit beim direkten Versand die Versandart „Sicherer" und übermitteln Sie den Abruf-Link über einen getrennten Kanal.

8. Was Sie tun können

9. Schutz vor Betrug

Ein echter SchlüsselBot-Link beginnt immer mit https://schluesselbot.de/. Steht dort eine andere Adresse, ist er nicht von uns.

Wir fragen Sie niemals nach Ihrem Passwort, Ihrer Bankverbindung oder Ihrem Einmal-Code, weder am Telefon noch per E-Mail. Wer das tut, versucht zu betrügen. Das Öffnen des Links allein verbraucht übrigens noch nichts: Erst wenn Sie den Einmal-Code eingeben, wird die Nachricht angezeigt und danach gelöscht. Sie können den Link also in Ruhe ansehen.

Eine Lücke gefunden?

Wir freuen uns über die Meldung und antworten. Sie dürfen für die Prüfung unsere eigenen Systeme benutzen, solange Sie keine fremden Daten lesen, verändern oder löschen und den Betrieb nicht stören. Gegen Personen, die sich daran halten und uns vor einer Veröffentlichung Zeit zur Behebung geben, leiten wir keine rechtlichen Schritte ein.

Der maschinenlesbare Meldeweg steht unter /.well-known/security.txt (RFC 9116). Am liebsten ist uns der Weg über den Dienst selbst: Schreiben Sie Ihren Befund auf der Startseite, wählen Sie die Versandart „Sicherer" und schicken Sie uns den Link. Dann liegt Ihr Fund verschlüsselt vor.

Was uns besonders interessiert, weil dort unser Kernversprechen hängt: alles, wodurch wir selbst Inhalte lesen könnten, die wir nicht lesen dürfen; Wege, eine Nachricht ohne Einmal-Code oder Link abzurufen; und Wege, über unseren Versand fremde Adressen anzuschreiben.

Per E-Mail erreichen Sie uns an abuse (at) schluesselbot punkt de. Wir antworten, und wir bedanken uns.